Bitte recht leise!

Über Restriktionen beim Klavierspielen in der Mietwohnung und Wege aus der Misere – PianoMe hilft

Als der bekannte Konzertpianist Soheil Nasseri an diesem Tag seine Post öffnete, erwartete er sicher nicht, im nächsten Moment die Kündigung für seine Mietwohnung in den Händen zu halten. Doch warum sollte ihm gekündigt werden? Ihm, der sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen und der sich blendend mit den Nachbarn verstand? Die Begründung war ganz einfach – sein Beruf war ihm zum Verhängnis geworden.
Klaviermusik im Mietshaus? Nein Danke.

Der Tagesspiegel zum Nachbarschaftsstreit: http://www.tagesspiegel.de/berlin/mietshaus-in-prenzlauer-berg-konzertpianist-soll-ausziehen-wegen-ruhestoerung/14879170.html

Beim Klavier Üben Rücksicht nehmen reicht oft nicht aus

Dass Nasseri Rücksicht auf den Schichtdienst einer Nachbarin genommen und nicht zu allen Tages- und Nachtzeiten wild drauf los geklimpert hatte, konnte den Vermieter wohl nicht milde stimmen. Doch was sollte Nasseri nun tun? Seinen Beruf, ja seine Leidenschaft an den Nagel hängen? Oder etwa für das Recht, regelmäßig in seiner Mietwohnung zu proben, vor Gericht ziehen?

Die Rechtslage erlaubt zwar das Musizieren mit dem Klavier, da es zum normalen Mietgebrauch gehört, jedoch müssen die Übungszeiten aus Rücksicht auf andere Mietparteien beschränkt werden – nach Ansicht des Landgerichts Frankfurt/Oder auf drei Stunden am Tag. Am Wochenende darf es etwas mehr sein, da gehen auch mal fünf Stunden. Zudem darf ein Pianist in seiner Mietwohnung natürlich nicht einfach spielen, wann es ihm gerade einfällt, zwischen 22 Uhr abends und 7 Uhr morgens muss Ruhe herrschen, ebenso mittags zwischen 13 und 15 Uhr. Für einen Berufspianisten wie Nasseri ein echtes Problem, hat er sich nach drei Stunden doch erst richtig warmgespielt.

Wie wäre es mit einem Klavier-Übungsraum?

Da wäre es doch gut, nach den erlaubten drei Stunden Spielzeit an einem anderen Ort weiter Klavier üben zu können. Nasseri könnte hierzu einfach auf PianoMe.de stundenweise einen Raum mit einem schönen Flügel in der Nähe buchen und spielen, bis die Finger glühen. Zum Beispiel im gemütlichen Café „Zur Mieze“. Dieses verfügt über einen sorgfältig gestimmten Flügel, der für Konzerte genutzt wird und außerhalb der Café-Betriebszeiten – vormittags und am frühen Abend – darauf wartet, gespielt zu werden. Außerdem freuen sich die Hauskatzen im Café „Zur Mieze“ immer über Streicheleinheiten. Buchen kann man den Piano-Raum über das Inserat des Cafès auf PianoMe.

Bechstein-Flügel im Charlottenburger Cafè „Zur Mieze“ – kann außerhalb der Öffnungszeiten des Cafès zum Üben gemietet werden

Ob Nasseri womöglich in einen Konzertflügel mit Silent-Funktion investiert hat, um eine neue Wohnung zu finden und künftig rund um die Uhr mit Kopfhörern ausgestattet üben zu können, ist nicht überliefert. Sicher wäre dies zwar für Nachbarn eine gute Lösung, für ihn selbst und seine fein geschulten Ohren aber nur ein fader Kompromiss. Vielleicht bekommt ja das Café „Zur Mieze“ oder ein anderer unserer Piano-Vermieter bei PianoMe.de bald prominenten Besuch. Sicher ist, dass Nasseri mit seiner Erfahrung wohl nicht allein sein dürfte.

Über den Autor
Alex Beyer

Hallo, ich bin Alex. Ich bin leidenschaftlicher, ambitionierter Hobby-Pianist, Unternehmer, Dozent und Coach – unter anderem an der Universität der Künste in Berlin. Hier schreibe ich über diverse Themen rund um Musik & Kultur, insbesondere Klaviermusik.

Autor: alexbeyer

Hallo, ich bin Alex. Ich bin leidenschaftlicher, ambitionierter Hobby-Pianist, Unternehmer, Dozent und Coach – unter anderem an der Universität der Künste in Berlin. Hier schreibe ich über diverse Themen rund um Musik & Kultur, insbesondere Klaviermusik.

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