PROBERÄUME ONLINE MIETEN: FANTASIE ODER REALITÄT?

Musik begleitet uns jeden Tag – manchmal als persönliche Erinnerung an besondere Momente unseres Lebens („Hör mal Schatz, unser Lied!“), hin und wieder mitten auf der Straße oder auf Konzerten, gelegentlich auch in Form von in der Jugendkultur gerade angesagten Beats, die das Treiben in öffentlichen Verkehrsmitteln untermalen. Eines kann Musik dabei immer – Emotionen beim Zuhörenden auslösen, die die ganze Bandbreite menschlicher Gefühlsregungen abbilden. So kann uns eine leidenschaftlich vorgetragene Klaviersonate einerseits vollkommen in ihren Bann ziehen und alles andere vergessen lassen. Andererseits bleibt es dem menschlichen Gehör versagt, bei unerwünschten Klängen einfach wegzuhören und ebendieses Klavierstück, das uns in jenem Moment Freude bereitete, wird bei anderer Gelegenheit als störend empfunden. Zum Beispiel dann, wenn Berufs-Musiker in der Nachbarschaft ihrer Tätigkeit nachgehen oder ambitionierte Hobby-Musiker sich tapfer auf dem Weg des Erlernens eines Instruments schlagen.

Musizieren zu Hause oft ein Fall für den Richter

Wie kontrovers dieses Thema ist, wird an Hand vieler unterschiedlicher Gerichtsurteile deutlich, die in der Vergangenheit über das Zusammenleben von Musikern und Nachbarn entschieden, nachdem die Gemüter sich erhitzt hatten. Klar ist dabei eigentlich nichts festzustellen, denn das Musizieren in Wohnungen ist keineswegs als Ruhestörung zu betrachten, jedoch auch nicht uneingeschränkt erlaubt. Grundsätzlich verboten werden darf das Musizieren zwar nicht, das Bayerische Oberlandesgericht entschied jedoch, dass das Musizieren am Klavier beispielsweise drei Stunden täglich nicht überschreiten sollte. Zudem haben Gerichte festgestellt, dass die Qualität der dargebotenen Musik kein Grund zur Beanstandung ist – zumindest für Anfänger ein kleiner Trost.

Möglichkeiten zum Proben nicht ausreichend oder zu teuer

Um Konflikten aus dem Weg zu gehen, bietet es sich an, auf die Suche nach einem geeigneten Proberaum zu gehen, um beispielsweise ungestört und über die erlaubte oder geduldete Zeit hinaus Klavier oder auf anderen Instrumenten zu üben. Denn wer seine Spielfähigkeiten verbessern möchte, muss viel Zeit investieren. Doch lauern hier, vor allem in großen Städten, die nächsten Fallstricke für Musiker und Bands. Die meisten Übungsräume sind überlastet, ungeeignet und in vielen Fällen zu teuer. Nicht nur müssen vor allem Bands häufig kleine, kaum ansprechende Räume zu hohen Preisen mieten, oft zeichnen sich die wenigen verfügbaren Räume auch noch durch Mängel in Sachen Sicherheit aus. Immer wieder müssen Proberäume aus diesem Grund geschlossen werden. Auch ist beim Warten auf Förderungen beispielsweise für Reparaturen seitens der Städte und Kommunen oft mehr Geduld gefragt, als Musiker und Bands aufbringen können.

Piano.Me verbessert Probe-Möglichkeiten für Musiker

Das Start-Up PianoMe hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Musikern auf der Suche nach geeigneten Proberäumen zur Seite zu stehen und bietet die Möglichkeit, Übungsräume mit Pianos und anderen Instrumenten einfach und sicher zu mieten. Zum Beispiel handelt es sich bei den Inseraten um Piano-Räume sowohl mit Klavieren als auch hochwertigen Konzert-Flügeln, die stundenweise oder für längere Zeit sowie spontan oder von langer Hand geplant gemietet werden können. Aber nicht nur Pianisten, sondern auch Orchester und Bands finden auf www.piano.me geeignete Proberäume zur flexiblen, jedoch verlässlichen Miete. So wird zum einen der Zugang zu Proberäumen erleichtert und zum anderen Wettbewerb zwischen den Anbietern geschaffen, was zu einem ausgewogenen Verhältnis von Qualität und Preis beiträgt. Durch detaillierte Informationen und Bilder des Anbieters sowie die Bewertungen der einzelnen Räume durch andere User der Plattform können sich Interessierte vorab ein realistisches Bild des Proberaums machen. Zudem können sich Musiker auf der Online-Plattform vernetzen und so eine starke Community bilden, um ihre Interessen zu vertreten. Somit kann zukünftig nicht nur die Proberaum-Situation für Musiker und Bands verbessert werden, sondern Musik machen und hören auch wieder mehr Freude bereiten – auf beiden Seiten. 

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