Proberaum-Chaos an der Küste: Hamburgs Bands steht das Wasser bis zum Hals

Geteiltes Schicksal – vielerorts können Bands nur schwer proben

Die berühmte Elbphilharmonie macht für alle Besucher*innen der Stadt sichtbar, dass Hamburgs Herz für die Musik schlägt. Immerhin hat der Bau 789 Millionen Euro verschlungen, die Liebe zur Musik muss also sehr groß sein. Hiervon haben die 120 Bands und Musiker*innen, die zum Ende letzten Jahres ihre Proberäume verloren, allerdings nicht viel mitbekommen. Damals wurde nämlich der „Otzenbunker“ wegen überfälliger Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Proberäume im sechsstöckigen Gebäude waren zwar baufällig, für die vielen Künstler*innen jedoch, die hier regelmäßig übten, war der „Otzenbunker“ nicht nur Kult, sondern auch die einzige Möglichkeit, überhaupt Übungsräume in Hamburg zu nutzen.

So nahmen sie beispielsweise die schlechte Luft in den Band-Proberäumen in Kauf, die laut der Stadt sogar gesundheitsschädlich sein soll. Nun sind Musiker*innen und Bands gezwungen, auszuweichen – und können oft nur zwischen einem noch schlechter beschaffenen Übungsraum oder dem Wechsel in eine andere Stadt wählen. Vereine und Initiativen bemühen sich bereits seit Jahren um die Verbesserung der Situation, denn: ohne Proberäume ist Hamburgs Musikkultur gefährdet.

Geteiltes Schicksal – vielerorts können Bands nur schwer proben

Dass die Hamburger Künstler*innen nicht allein vor einer schlechten Proberaum-Situation stehen, haben wir bereits in unserem letzten Blog-Artikel „Proberäume online mieten – Fantasie oder Realität?“ gesehen. Vielerorts leiden Musiker*innen und Bands entweder darunter, überhaupt keine Gelegenheiten zum Üben zu finden, oder unter schlechten Übungs-Bedingungen, wie beispielsweise zu kleinen Räumlichkeiten oder zu teuren Mieten.

Sharing is caring – oftmals ungenutzte Proberäume verfügbar

Dabei schlummern oftmals, auch in Hamburg, ungeahnte Möglichkeiten, diese Situation zu verbessern. Beispielsweise stehen Räume in Musikschulen zur Verfügung, die außerhalb der Unterrichtszeiten still und leise darauf warten, zum Proben genutzt zu werden. Studios, Klavierbauer, Pianohäuser und sogar Schulen verfügen über Räume, die regelmäßig über längere Zeitfenster, wie zum Beispiel abends oder am Wochenende, von Musiker*innen und Bands zum Üben genutzt werden könnten. Im Sinne der Sharing Economy ist es nur allzu sinnvoll, vorhandene Räume in Hamburg als Proberäume nutzbar zu machen, zu teilen und hierdurch die Übungs-Situation für Bands und Solo-Künstler*innen zu entspannen. Hierin liegt letztendlich auch eine vielversprechende Chance, Vermieter*in von Übungsräumen zu werden und Räumlichkeiten effektiver zu nutzen: entweder, indem eigene Räume vermietet oder selbst angemietete und gelegentlich nicht benutzte Räume untervermietet werden. Mit einem steigenden Angebot an Proberäumen und den hierdurch entstehenden Auswahlmöglichkeiten für Mieter*innen könnten ganz nebenbei die Mietpreise transparenter werden und sich besser regulieren.

Mieten und Vermieten von Proberäumen leicht gemacht

Mittlerweile soll der „Otzenbunker“ saniert werden – die Stadt beteiligt sich mit einem kleinen Anteil an der Bewältigung der erwarteten Kosten. Wie lange die vielen Bands und Musiker*innen noch auf ihre Übungsmöglichkeiten warten müssen, bleibt ungewiss. Sicher ist, dass die verbleibende Zeit für die Künstler*innen zu lang ausfallen wird. Doch kein Grund zu verzweifeln – wie die vielen PianoMe-Nutzer*innen bereits wissen, haben Bands und Solo-Künstler*innen mit der Online-Plattform die Gelegenheit, auch in Hamburg Proberäume zu mieten. PianoMe übernimmt dabei den administrativen Teil, der ja mit Musik an sich gar nichts zu tun hat. Marketing, Buchung, Zahlungsabwicklung und Verfügbarkeiten können intuitiv, sicher und zeitsparend bewältigt und abgewickelt werden, damit Mieter*innen sich auf die Musik konzentrieren und Vermieter*innen zuverlässig Angebote machen können. Auf der Plattform sind bereits Räume mit Klavieren und Flügeln, voll ausgestattete Band-Proberäume und Räume für Konzerte in Hamburg verfügbar. Die Vielfalt ist dabei groß: einige Übungsräume sind funktional, andere stylisch, manche sind klein und gemütlich gehalten, andere großzügig gestaltet. Vermutlich befinden sich in Hamburg noch viele Gelegenheiten für Bands und Einzelmusiker*innen zum Proben im Dornröschenschlaf – wenn sie einmal auf PianoMe sichtbar sind, werden sie sicherlich geweckt.

Quelle Recherchematerial: https://fink.hamburg/2019/04/musik-aus-protest-es-geht-ums-ueberleben/

Quelle Foto: https://pixabay.com/photos/drum-set-drums-musical-instruments-1839383/

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