Klavier lernen – verschiedene Methoden

Willkommen zum dritten Teil unserer Anfängerreihe. Die ersten beiden Teile findest Du hier: Teil 1 (Klavierspiel für Einsteiger – Von Leidenschaft bis Berufung) und Teil 2 (Einsteigertipps zum erfolgreichen Lernen des Klavierspiels).

Heute soll es um die verschiedenen Techniken beim Erlernen des Klavierspiels gehen. Eine fest gesetzte Reihenfolge gibt es natürlich nicht, dennoch denken wir, dass gerade für Anfänger eine Hilfslinie nützlich sein kann.

Solfeggio, Takt und Spiel – ein Leitfaden

Methode 1: Solfeggio

Auch Solfége genannt, besteht aus Übungen verschiedener Schwierigkeitsstufen, die dich im Bereich von Gehör, Notenlehre und Gesang schulen sollen. Dabei wird jeder Ton mit einer Silbe versehen und mit eben dieser gesungen. Das sind in den meisten Bereichen die folgenden Silben: Do, Re, Mi, Fa, So, La, Ti. Zusätzlich können bestimmte Handzeichen hinzu genommen werden, um dir das Erlernen noch ein bisschen weiter zu erleichtern.

Methode 2: Rhythmus/Takt verinnerlichen

Dieses Thema wurde von uns schon einmal im zweiten Teil dieser Reihe angeschnitten, trotzdem soll es hier noch einmal genauer aufgegriffen werden, denn es ist essenziell wichtig. Den Takt richtig lesen und verstehen lernen, bedeutet zwar einiges an zusätzlichem Lernen, doch langfristig erspart es dir eine Menge Arbeit, denn kein Instrument kommt ohne aus. Als zusätzlicher Ansporn kann gesagt werden, dass sich Fehler, die Du häufiger machst, einbrennen. Je öfter Du raten musst, desto schwerer wird es deinem Gehirn fallen, die richtige Version zu erkennen. So macht es also Sinn, lieber am Anfang etwas mehr Zeit zu investieren und es hinterher einfacher zu haben. Eine mögliche Reihenfolge des Erlernens wäre zum Beispiel:

        1. Töne und Rhythmus getrennt betrachten 

        2. Rhythmus lesen und verstehen 

        3. Rhythmus klopfen 

        4. Töne spielen statt klopfen 

        5. Nach unterschiedlichen Pulsrastern üben und Tempo steigern 

        6. Lernerfolg durch verstehen  

Methode 3: Am praktischen Spiel feilen

Natürlich geht es letztendlich immer darum, dass ein bestimmtes Musikstück auf dem Klavier gespielt werden soll. Das ist das Ziel, dass ist der Wunsch. Doch auch hier ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Der praktische Anteil beim Lernen des Klavierspiels kann genauso anstrengend sein, wie der theoretische. Fange deshalb auch hier mit leichten Stücken an und steigere dich langsam. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, einzelne Stücke komplett zu erlernen, ohne auf Grundlagen zu achten, aber das wird dir auf Dauer kein echtes Können vermitteln. Wiederholen, Fehler ausmerzen und diese kniffelige Stelle noch ein hundertstes Mal üben – Klavier lernen kostet Mühe und Ausdauer, die sich jedoch letztendlich auszahlt.

Methode 4: Technische Übungen wiederholen

Technische Übungen gehören ebenfalls zu den Grundlagen und sollten regelmäßig wiederholt werden. Dazu gehören vor Allem eine Reihe an Übungen für die Fingerfertigkeit , sowie das Verinnerlichen verschiedener Techniken am Klavier, z.B. Einhandspiel, Zweihandspiel, oder verschiedene Oktaven. Wichtig hierbei ist vor Allem, sich wirklich auf das Üben zu konzentrieren und die Vorgänge nicht einfach nur automatisch abzurufen. Nehme also jede Bewegung deiner Finger bewusst wahr und führe dir in jedem Moment vor Augen, was Du tust.

Fließende Übergänge in ein breites Spektrum

Natürlich sind all diese Methoden nicht strikt in einer Reihenfolge zu erlernen. Sie ergänzen sich und komplettieren einander. Du wirst sie zu verschiedenen Gelegenheiten kombinieren müssen, um dein perfektes Resultat zu erreichen. Hierbei sprechen wir natürlich in erster Linie vom klassischen Weg, das Klavier zu erlernen, im Idealfall zusammen mit einem Lehrer*in. Mittlerweile bietet sich uns, Dank sei dem Internet, eine breite Palette alternativer Wege. Von YouTube, über diverse Online Seminare ist das Angebot groß. Schau dich um und sieh, was letztendlich zu dir passt. Wenn Du die Grundlagen jedoch einmal tiefgreifend erlernt und verinnerlicht hast, stehen dir alle Wege offen. Egal in welchen Bereich es gehen soll, Du und dein Klavier seid vorbereitet. Von Jazz bis Klassik, Hobby oder Beruf, alles ist möglich. 


Ein weiterer Schritt zu deinem persönlichen Klavierspiel ist getan.

Quellen: Wikipedia, verschiedene Piano Lernseiten, YouTube

Bild: https://pixabay.com/de/photos/hand-kind-kinderh%C3%A4nde-klavier-4564379/

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